Beratung ein Leben lang
Shownotes
Migrationsberatung (MBE) in Remscheid und im Rheinisch-Bergischen Kreis: https://www.migrationsberatung.org/de/meldungen/mbe-bundesverband-spanischer-sozialer-kultureller-vereine
spanische Bundesverband: https://iree.org/
Online-Beratung: https://www.mbeon.de/
Redewendung (Kölsch): Et hätt noch immer jot jejange - auf Hochdeutsch ungefähr: Es ist noch immer gut gegangen. Im Sinne von: Mach dir keine Sorgen. _"Et kütt wie et kütt" _- auf Hochdeutsch ungefähr: "Es kommt wie es kommt"
Gefördert wurde dieser Podcast von der Stadt Wuppertal
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:11: M: Okay, ja, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von unserem Podcast.
00:00:15: Was geht?
00:00:17: Heute bin ich nicht mit Diego, sondern mit Clevert.
00:00:22: C: Hallo zusammen
00:00:23: M: Und Diego kann heute leider nicht.
00:00:25: Aber ich, Marina, bin heute wieder dabei und Clevert ist sonst ja auch dabei, nur nicht so hörbar war sozusagen.
00:00:33: C: Ja,
00:00:34: hallo Leute, ich bin Clevert, genau.
00:00:36: Ich bin normalerweise hinter der Kulisse, in der technischen Seite würde ich sagen.
00:00:41: Aber jetzt, ich kann euch sehr gerne Marina unterstützen.
00:00:46: und auch an Diego, der er leider heute nicht hier ist, aber ...ich gebe mein Bestes.
00:00:54: M: Viele liebe Grüße an Diego auf jeden Fall. C: Jo Brow.
00:00:57: M: Ja, und heute haben wir auch einen Gast hier und einen Gast, den wir schon lange kennen und schon lange einladen wollten.
00:01:03: Aber es war gar nicht so einfach, dass wir einen Termin finden, wo alle Zeit haben.
00:01:07: Und deswegen haben wir es auch heute trotzdem gemacht, auch wenn Diego leider nicht konnte, dass wir heute den Termin genommen haben und sind sehr froh, dass José heute hier ist.
00:01:17: Clevert vor allen Dingen kennt José ja auch schon lange Zeit, ne?
00:01:20: C: Boah,
00:01:21: wir kenne uns schon lange, lange, lange Zeit.
00:01:23: Ich bin in Deutschland zehn Jahre ungefähr so.
00:01:26: Also willkommen.
00:01:28: J: Hallo.
00:01:28: Genau, ja, José ich ... Sag mal ganz kurz was zu dir, aber du kannst es sicherlich noch besser erklären.
00:01:34: Also, soweit ich weiß, du bist beim Spanischen Bundesverband, aber es geht jetzt nicht nur darum, Menschen aus Spanien zu beraten, sondern mittlerweile geht es auch um Beratung für Menschen, die migriert sind insgesamt und ihr macht viele auf der einen Seite Events und Veranstaltungen, Reisen.
00:01:52: Aber ich glaube, du kannst vielleicht besser noch mal ein bisschen erklären, José.
00:01:57: C: Genau, das
00:01:57: Mikro ist deins.
00:01:58: J: Also ich bin der José vom Spanischen Bundesverband.
00:02:01: Ich arbeite dort seit 2007
00:02:03: Den Verband gibt es seit 1977.
00:02:06: Es handelt sich um eine Dachorganisation von spanischen Migrantenvereinen.
00:02:11: Das sind auf der einen Seite spanische Elternvereine oder auch Kulturvereine.
00:02:15: in ganz Deutschland insgesamt.
00:02:18: M: Was ist das?
00:02:18: Spanische Elternvereine?
00:02:20: J: Spanische Elternvereine sind von spanischen Eltern gegründete Vereine, in denen es darum ging, dass die Kinder der zweiten, dritten Generation die Möglichkeit haben, die deutsche Sprache und die spanische Sprache zu erlernen und zu perfektionieren, sodass die, weil damals bei der ersten Migrationswelle war das nicht klar, wo der Weg hingeht.
00:02:43: wo der Weg hinführt.
00:02:44: und deswegen war es denen wichtig, dass die Kinder die Möglichkeit hatten, in beiden Sprachen gut ausgebildet zu werden, damit die dann in der Zukunft freiwillig entscheiden können, wir wollen jetzt in Spanien weiterleben oder in Deutschland.
00:02:59: M: Okay,
00:03:00: so war das ursprünglich, ne?
00:03:02: Genau.
00:03:02: Okay, jetzt hat sich das ja mittlerweile schon ein bisschen, also hat sich entwickelt.
00:03:05: J: Ja, es hat sich entwickelt, viele Vereine mussten leider schließen aufgrund von fehlender Förderung und ... dass auch Spanier sehr gut integriert sind in der deutschen Gesellschaft.
00:03:17: Das zeigen auch viele Studien und das hat aber auch dazu geführt, dass es sehr viele Jugendliche oder junge Leute der zweiten, dritten, vierten Generationen da nicht mehr so ein Interesse gesehen haben.
00:03:30: und unsere Aufgabe ist, dass diese Kulturvereine weiter bestehen bleiben, weil wir jetzt erlebt haben, dass seit 2012 wieder Spanier zu uns kommen.
00:03:38: M: Also es gab noch mal eine neue Welle und das ist vielleicht parallel.
00:03:43: Auf der einen Seite sind jetzt die aus der anderen zweiten, dritten Generation, die auch hier aufgewachsen sind.
00:03:47: Die sehen vielleicht gar nicht mehr.
00:03:48: Okay, läuft doch alles.
00:03:50: Aber dann kam jetzt halt neue Menschen hinzu.
00:03:53: J: Genau, aber dann kommen auch diese von der ersten Migrationswelle zu uns von den späteren Generationen und sagen, "ich möchte ich möchte gerne Spanisch lernen."
00:04:02: Ah, okay.
00:04:03: Spannend.
00:04:04: noch mal ein anderes Ziel.
00:04:05: Ja,
00:04:06: genau.
00:04:06: Die sind sich so sehr integriert haben, dass sie ihn noch nicht mehr zu Hause Spanisch gesprochen haben.
00:04:12: und jetzt gerne Spanisch lernen würden.
00:04:14: Und da, die kommen auch zu unseren Kulturvereinen und lernen dort Spanisch.
00:04:19: M: Ach, schön.
00:04:20: Okay.
00:04:20: Und das ist sozusagen das, wo du angefangen hast zu arbeiten und was so das Herzstück kann man vielleicht sagen.
00:04:26: Genau.
00:04:27: Und dann hat sich das aber jetzt noch weiter noch ... Also, wie ich das verstehe, ist jetzt euer Angebot noch breiter, nicht nur für Spanier, sondern auch noch für andere Menschen.
00:04:36: J: Also, diese Arbeit für die Vereine ... hat dann dazu geführt, dass wir dann in den späteren Jahrzehnten, dann in den Achtzigern, Neunzigern angefangen haben, Seminare oder Multiplikatonschulungen für Senioren zu organisieren, für Frauen und auch für Jugendliche.
00:04:58: Und in erster Linie waren die größte Teilnehmerzahl, waren dann Mitglieder von den Vereinen.
00:05:07: Und mittlerweile haben wir dann mit der Zeit gemerkt, dass immer mehr Leute zu uns kommen und Rat gesucht haben.
00:05:13: Anfangs waren es Senioren, die denen vielleicht nicht klar war, wollen wir jetzt nach Spanien zurückkehren oder nicht.
00:05:22: Und da ging es um Themen Renten und Pflegeversicherung und dergleichen.
00:05:26: Und dann, nach 2012, kam eine große Welle von Spaniern zu uns durch die Wirtschaftskrise in Südeuropa.
00:05:35: Im zweiter Anlauf dann Menschen, die in Spanien selber Migranten waren, aus Nordafrika, Südamerika, Rumänien, Bulgarien, Russland auch.
00:05:46: M: Spannend, noch mal ganz andere Menschen und vielleicht auch mit anderen Problemen, die dann noch mal neu dazukommen sind.
00:05:52: J: Zum Teil EU-Bürger, zum Teil auch nicht.
00:05:56: Auch von den zwei anderen in Südamerika hat man das.
00:05:59: Da gibt es viele, die spanische Vorfahren haben oder italienische Wurzeln haben und dann auch EU-Bürger sind, aber viele, die es auch nicht sind.
00:06:09: Ja, dann kommen wir
00:06:10: C: noch andere Voraussetzungen
00:06:11: mal an.
00:06:12: J: Aufenthaltsrechtlich,
00:06:13: C: ja.
00:06:13: M: Genau.
00:06:14: Oder Thema Anerkennung, vielleicht auch noch mal komplizierter, wenn es nicht Europa ist.
00:06:17: J: Richtig,
00:06:18: ja.
00:06:18: Wenn man die Anerkennung zwischenzeitlich in Spanien gemacht hat oder in einem anderen EU-Land, dann ist es einfacher.
00:06:22: Wenn man die noch nicht gemacht hat, dann
00:06:25: wird's schwer.
00:06:25: M: Schwieriger, aber das heißt, da habt ihr euch auch diesen neuen Themen so gestellt, oder?
00:06:30: J: Wir haben
00:06:30: uns den gestellt, am Anfang gezwungenermaßen, weil es kam immer mehr zu uns.
00:06:34: Es hat sich dann rumgesprochen, und irgendwann haben wir dann vom BAMF eine Förderung
00:06:39: bekommen.
00:06:39: M: Ah, okay.
00:06:40: Das wurde dann auch finanziell unterstützt.
00:06:42: MBE ist ja dann noch mal eben breiter, ne?
00:06:46: J: Genau.
00:06:47: Da geht es eigentlich darum, dass wir ... Menschen, Neuzugewanderte beraten in verschiedenen Themen, wie beispielsweise Anerkennung von Abschlüssen, da verweisen wir, aber natürlich auch an die Anerkennungsstellen.
00:07:01: Aber wir sind die erste Anlaufstelle bei solchen Themen oder bei Anträgen auf Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld 2, jetzt Bürgergeld, bei der Suche nach Sprachkursen.
00:07:13: Da sind wir.
00:07:14: Die Anlaufstelle.
00:07:15: M: Okay.
00:07:16: Und die MBEs, also Migrationsberatungsstellen, das war ja dann sozusagen eine Finanzierungsmöglichkeit, um mehr Leute zu beraten,
00:07:23: kann man sagen.
00:07:23: J: Genau.
00:07:24: M: Genau, die auch aus anderen Ländern kommen.
00:07:27: Und wo gibt es die jetzt?
00:07:29: J: Wir haben unsere Hauptstelle in Remscheid und dann beraten wir auch im Rheinisch-Bergischen Kreis in Präsenz.
00:07:36: Der Rheinisch-Bergische Kreis ist ein Kreis, ein Landkreis, der befindet sich zwischen Remscheid und Köln, kann man ungefähr sagen.
00:07:44: Und dort beraten wir dann in Burscheid, Wermelskirchen, Odenthal, Oberrath und... Bergisch Gladbach
00:07:50: M: So kleinere Städte, die dann... Ja,
00:07:51: J: Ja, außer Bergisch Gladbach
00:07:53: Sind alles kleinere Städte.
00:07:55: M: Okay, das heißt, da hat man überall die Möglichkeit dann auch auf spanische Beratung.
00:07:59: J: Genau, wir beraten auf Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und jetzt seit neuerdings auch auf Farsi.
00:08:05: M: Super, das
00:08:05: ist ja schon ein großes Angebot
00:08:07: Auf jeden Fall
00:08:07: C: Ja, die Leute, dass sie jetzt diese Podcast zu hören, kann der auch direkt, nicht nur direkt da sein, sondern auch per E-Mail oder Telefon.
00:08:21: J: Per E-Mail, telefonisch auf .
00:08:24: In "MB-On" geht es auch.
00:08:25: Das ist eine App, Extra ein Chat für die Migrationsberatung.
00:08:30: Und dann verweisen wir, weil wir bekommen einfach von Spaniern oder von spanischsprachigen Anfragen aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Bundesländern, wo die Personen nicht zu uns kommen können.
00:08:44: Und dann verweisen wir an die Migrationsberatungsstellen vor Ort.
00:08:48: M: Ach, okay, das ist das eine, was eigentlich offiziell euch zugewiesen ist.
00:08:51: Und dann können natürlich Leute mit guten Erfahrungen, sagen, ah ja, der José, der kann helfen.
00:08:57: Und genau, war ganz so breit, das ist dann doch nicht.
00:09:00: Also aus Bayern oder so jemandem zu unterstützen.
00:09:02: J: Man kann das machen.
00:09:04: Machen wir auch.
00:09:04: Über MB-On halt oder per Mail.
00:09:08: Telefonisch, aber dann kommt man irgendwann an die Grenzen.
00:09:13: C: Könnt ihr diese Information auch in den Show-Notes von dem Interview lesen.
00:09:17: M: Ja, das ist gut.
00:09:18: J: Ja, auf BAMF Navi oder
00:09:21: auf
00:09:21: MB- On.
00:09:22: kann man dann die Beratung stellen.
00:09:25: M: Das ist auch in verschiedenen
00:09:26: Sprachen.
00:09:27: J: Und dann findet man dort auch die Sprachen, in denen beraten wird.
00:09:30: Ah, super.
00:09:31: M: Und das ist also diese Beratung, also zu beraten da in den Stellen, das ist so eine Sache, die du machst, aber dann gibt es eben noch die anderen, was du eben auch schon erzählt hast, mit den Veranstaltungen.
00:09:41: Also auf der einen Seite für ältere
00:09:43: Menschen.
00:09:44: J: Multiplikatorenschulungen für Ältere, zum Thema Renten, zum Thema Gesundheit im Alter.
00:09:50: Pflegeversicherung und
00:09:51: M: Ja, total wichtig.
00:09:52: Das lernt man nicht in der Schule.
00:09:53: J: Genau,
00:09:54: solche Sachen.
00:09:57: die man dann lernt, wenn es wirklich brenzlig wird.
00:10:00: Es kommen aber auch schon welche, die noch nicht in dieser Situation sind, in einer Pflegesituation und schon vorher sich beraten.
00:10:06: M: Das
00:10:06: ist ja auch sinnvoll, sich vielleicht vorher vorzubereiten.
00:10:08: J: Genau.
00:10:08: Und die fungieren dann, die Teilnehmer als Multiplikatoren in den jeweiligen Städten, wo es spanische Vereine gibt.
00:10:14: M: Also die dann dort zu stärken, damit die das Wissen haben sozusagen.
00:10:17: J: Genau.
00:10:18: Gleiche gilt für das Thema Frauen und Gleichheit und Gleichstellung von Frauen.
00:10:25: Da haben wir auch verschiedene Schulungen durchgeführt und versuchen es immer wieder, dass die weiter gefördert werden.
00:10:34: Und zum Thema Jugendliche organisieren wir auf der einen Seite Informationsveranstaltungen für Jugendliche. Die aus dem Klientel stammen von den Beratungen, aber auch für Jugendliche mit und ohne Migrationsuntergrund beispielsweise
00:10:50: die sozialpolitischen Reisen, die wir jedes
00:10:52: Jahr durchführen.
00:10:52: M: Da war vor kurzem eine Reise, ne?
00:10:54: Genau, ne Clevert .
00:10:56: C: In der Tat.
00:10:57: M: Warst du auch dabei, ne?
00:10:58: C: Ja, ich war auch da.
00:10:59: Eine sehr interessante sozialpolitische Reise, weil - ist nicht mein erstes.
00:11:03: Ich war auf verschiedenen anderen Reisen und es ist immer interessant. Die Thematik sind, vielleicht nicht neu, aber so wie man dann die ganze Information absorbiert würde ich sagen, ist es anders.
00:11:16: Hm ja
00:11:19: M: Wenn man vor Ort auch ist...und manche Themen sonst nicht so präsent.
00:11:25: J: In der Vergangenheit hatten wir Gedenkstättenfahrten zu verschiedenen Konzentrationslagern.
00:11:30: Dann waren wir auch in Berlin, im Bundestag, wir waren in Brüssel im EU-Parlament.
00:11:37: Und in den letzten Jahren mussten wir dann
00:11:39: kreativ werden.
00:11:42: Weimar, Straßburg.
00:11:44: Und in den letzten Jahren ...
00:11:46: C: Ich war bei vielen
00:11:47: J: Du warst oft dabei, ja.
00:11:50: Ist ja für Jugendliche und junge Erwachsene, also geht das dann.
00:11:53: Und in den letzten Jahren sind wir ein bisschen kreativer geworden oder mussten kreativer werden.
00:11:58: Haben dann beispielsweise das Thema Stasi behandelt.
00:12:02: Im letzten Jahr, vorletztes Jahr, waren wir ... entlang der innerdeutschen Grenze und haben dann die verschiedenen Grenzposten, die Grenzübergänge besucht.
00:12:10: M: Da wüsste ich
00:12:11: auch gar nicht, wo das ist, wo die sind.
00:12:14: J: Das war auch schwierig zu organisieren, weil das sind meistens Orte, die ein bisschen abgelegen sind.
00:12:20: Und dieses Jahr war das Thema, weil das ja so präsent ist, der Rechtsextremismus und Rechtegewalt.
00:12:27: Und wir haben dann den Blick zurückgeworfen und sind dann in den Anfang der 90er reingegangen.
00:12:34: Und waren in Dresden, Leipzig und Jena.
00:12:37: Und
00:12:38: dort die Entstehung dieser Bewegung Neonazis Rechtsextremismus ein bisschen zu erforschen.
00:12:45: Und waren dann an Orten, wo rechte Gewalt tatsächlich stattgefunden hat.
00:12:51: Und auch, wo der nationalsozialistische Untergrund sich damals so ein bisschen entstanden ist in diesem Jugendzentrum in Jena.
00:12:58: M: Wow, okay, das ist ja auch ein Thema, was jetzt gar nicht ... so präsent ist.
00:13:03: J:Genau,
00:13:03: nicht präsent, aber
00:13:05: wichtig.
00:13:05: Ich lebe
00:13:05: lange hier beispielsweise, und viele meiner Generation hatten damals Angst, als dieser Anschlag in Solingen beispielsweise stattgefunden hat.
00:13:14: M: Ist auch hier
00:13:15: um die Ecke, direkt
00:13:17: J: genau, weil das hier um die Ecke ist.
00:13:17: M: Wann war das noch mal, das war
00:13:18: J: ... Äh, 93.
00:13:19: M: Aha, okay.
00:13:21: J: Und wir wollen halt, dass solche Sachen nicht vergessen werden, weil sie sich immer wieder ... wiederholen können.
00:13:27: Das ist einfach so.
00:13:28: C: Das war auch der Punkt.
00:13:29: Das haben wir auch bemerkt, dass die, ja, ich glaube, hier, an diese Orten, in Deutschland sind wir vielleicht.
00:13:38: Gab es ein paar Situationen, wo jemand klar ermordet wurde, aber die haben auch einen anderen Namen genannt, oder auch ein paar, die weder die Presse oder die Polizei involviert haben.
00:13:49: J: Genau, genau. Verschleiert.
00:13:51: C: Und war als wir vor Ort, die die ganzen Information bekommen haben.
00:13:57: Krass, wie.
00:13:58: M: Es ist noch gar nicht alles zu Ende, auch recherchiert und erforscht, viele Sachen.
00:14:01: C: Ja,
00:14:01: weil das Ding ist, man muss das nicht vergessen, dass
00:14:05: das
00:14:06: mit der Zeit zu, oder die heutige Zeit könnte das wiederholen.
00:14:09: Und wir wollen das nicht, natürlich.
00:14:12: Aber die Tendenz ist ein bisschen schwierig.
00:14:15: J: Das haben wir ja in Leipzig gelernt durch die Chronik.LE, Chronik-LE, oder Chronik-L, wurde das genannt.
00:14:22: Dort wird seit dem Jahr 2008 festgehalten, wann rechte Gewalt stattgefunden hat innerhalb der Stadt Leipzig.
00:14:30: M: Total
00:14:30: wichtig.
00:14:31: J: Und also wird es einfach, ob das jetzt Gewalttaten waren oder Belästigungen, da wird alles... auch Beleidigungen.
00:14:40: M: Okay.
00:14:41: Und hattet ihr einen Einblick da rein?
00:14:43: J: Ja,
00:14:44: das kann man online ... Ah,
00:14:45: M: das kann man online sehen.
00:14:46: Okay.
00:14:48: Auf jeden Fall ein wichtiges Thema.
00:14:49: Ist ja auch, wenn man doch die Frage, wann weiß man, ob das wirklich dann rechte Gewalt war oder ... Das ist ja auch die Frage gewesen, manchmal gar nicht
00:14:57: J: so ... Ja, das wird auch schon erforscht.
00:14:58: Das sind Politik-
00:14:59: Wissenschaftler.
00:15:00: Da wird nicht einfach
00:15:01: irgendwas gepostet, wenn jemand sagt, wurde da mal beleidigst oder
00:15:05: so.
00:15:05: M: Gerade die NSU-Mode, das wurde ja lange gar nicht als rechte Gewalt gezählt.
00:15:09: Ja,
00:15:11: J: man wusste es.
00:15:11: Es ist jetzt auf jeden Fall bewiesen, dass man es wusste.
00:15:15: Der Verfassungsschutz wusste davon.
00:15:18: Aber man hat versucht zu verschleiern oder beispielsweise beim ersten Fall von Enver Şimşek, zu sagen, es war etwas ... eine Gewalttat zwischen Ausländern oder er war in ... mafiösen Strukturen verwickelt und daher wurde er dann deswegen.
00:15:36: aus diesem Grund wurde er dann getötet oder er hatte eine Affäre, Solche Sachen.
00:15:40: M: Ja, genau.
00:15:41: Es wurde gar nicht so in den Fokus gestellt oder nicht in der Öffentlichkeit zumindest gezeigt.
00:15:46: C: Aber die Polizei hat nicht reagiert
00:15:49: bei den Morden. keine Justiz oder so war es, ob das die anderen Raum oder
00:15:53: so.
00:15:53: Marwalschebini wurde in Dresden ermordet.
00:15:57: Erstmal wurde sie beleidigt und angegriffen von einem Herrn nur, weil sie ein Kopftuch getragen hat.
00:16:03: Und in der zweiten Gerichtsverhandlung wurde sie dann ermordet.
00:16:07: Zwei und siebzig Messerstiche.
00:16:08: Furchtbar.
00:16:09: Unglaublich.
00:16:10: Und dass da nicht mal eine Gedanktafel steht.
00:16:13: Ja.
00:16:13: Ein bisschen.
00:16:15: Ja, um so wichtiger da noch mal so ein Buch Wurzeln für zu schaffen, gerade mit so einer Reise, und dann auch Jugendlichen, die da mitfahren.
00:16:21: Da waren ja auch wirklich junge Menschen dabei bei eurer Reise.
00:16:26: Ja, zwischen,
00:16:27: ja, sechszehn und sieben, zwanzig war das dabei.
00:16:29: Genau, die ja dann, also, ja, das auch gar nicht so präsent tatsächlich haben.
00:16:33: Also die waren dann hier dreinneinzig, haben das noch nicht mit erliebt,
00:16:36: so, ne?
00:16:37: Ja, aber die meisten, wie es in Deutschland halt ist, haben sehr viele Migrationshintergrund, ob das jetzt erste, zweite, dritte Generation ist.
00:16:44: Und die kannten beispielsweise das Wort Gastarbeiter, weil von den Ermordeten waren es zum größten Teil Gastarbeiter, die getötet worden sind.
00:16:55: Und die hatten schon mal von den Morden, den NSU Morden gehört.
00:16:59: Aber es war dann natürlich ganz anders, als sie dann dort waren.
00:17:02: Ja,
00:17:02: so vor Ort zu sein, das einzuordnen, umso wichtiger dann eben auch.
00:17:07: Genau, bei das Thema Gastarbeiter haben wir auch schon mit Rosario auch viel gesprochen.
00:17:13: Aber es ist ja auch ein bisschen ein persönliches Thema, kann man sagen.
00:17:20: Jetzt kann man sagen, du bist jetzt die weitere, die Generation nach Rosario sozusagen.
00:17:26: Also wenn man redet, merkt man auch, dass es dir persönlich wichtig
00:17:31: ist.
00:17:31: Die Arbeit, das ist nicht nur Arbeit, sondern es ist schon was, was dir persönlich wichtig ist.
00:17:35: Ich hatte gerade erzählt, ich hatte vor kurzem letzte Woche im Borschalt eine Klientin aus der Türkei, die wohnt jetzt seit drei Jahren hier.
00:17:43: Sie waren mit ihrem Sohn dort.
00:17:45: Der Sohn geht jetzt hier zur Schule, spricht natürlich die Sprache mittlerweile schon besser als die Mutter, weil die Kinder alles so schnell aufsaugen.
00:17:51: Und er hat als Dolmetscher fungiert.
00:17:54: Die Mutter hatte ihn so als Unterstützer dabei, aber ich weiß gar nicht, ob das wirklich geplant war, dass er so viel Dolmetsch wie er es an diesem Tag gemacht hat.
00:18:01: Und er hat dann die ganze Zeit die Mutter korrigiert und erklärt, da musst du jetzt unterschreiben, das musst du so ausfüllen, das musst du so ausfüllen.
00:18:09: Und die Mutter meint, ich weiß es, ich weiß, aber der Junge hat mich dann an mich erinnert damals, als meine Eltern beispielsweise mit mir zum Arzt gegangen sind oder zu irgendeiner Behörde.
00:18:18: Die haben versucht, immer selbstständig zu sein, aber manchmal ging es halt nicht anders.
00:18:21: Und dann bin ich mit, hab dann ... Sachen übersetzt.
00:18:25: Okay, also das war... Da bestimmt
00:18:26: ja auch Fachwörter, das ist nicht so einfach für Kinder.
00:18:28: Ja,
00:18:29: da hat man ja gemerkt, dass man die Sprache nicht so gut spricht, weil, wie man es eigentlich denkt.
00:18:35: Weil, da waren viele Fachbegriffe dabei, die man nicht versteht.
00:18:38: Das ist halt dieses Beamtendeutsch, wie man sagt.
00:18:40: Und
00:18:41: nachher hast du es dann professionellisiert.
00:18:43: Ja, jetzt wird er ja.
00:18:45: Aber es ist halt, viele Formulare sind jetzt vereinfacht worden, beispielsweise bei Bürgergeld.
00:18:50: Aber es ist immer noch schwierig, also... so was auszufüllen.
00:18:53: Wir sollen eigentlich keine Formulare ausfüllen, keine Ausfüllhilfe anbieten.
00:18:59: Aber manchmal geht es nicht anders, sondern wenn es mal schnell geht, dann kann man es schon noch irgendwie in der Beratung reinpacken.
00:19:07: Ja, und ich glaube, es ist noch mal was anderes für die eigenen Eltern, dann zu übersetzen oder dann als so ein bisschen für Klienten.
00:19:14: Aber man hat schon so Passkills erlernt.
00:19:18: im Laufe der Jahre und mit der Weile versteht man schon was gemeintes, auch wenn man es nicht direkt auf Anhieb versteht.
00:19:26: Also man kann sagen, du warst Übersetzung schon als Kind und berater auch.
00:19:31: Übersetzung habe ich dann studiert und Beratung mache ich jetzt seit, also in der MBE seit dem Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr, aber vorher haben wir ja schon Immer beraten beim Spanischen.
00:19:43: Dein
00:19:43: ganzes Leben.
00:19:44: Ein ganzes Leben beratend.
00:19:46: Beratung lebenslang eigentlich, ja.
00:19:50: Okay, ja, das heißt, viele Sachen, also wenn du das erzählst, dass du deine Eltern übersetzt hast, viele Probleme und Schwierigkeiten, kennst du dann vielleicht auch aus der anderen Perspektive und deine Eltern dann sozusagen dann auch gar nicht so einfach hatten vielleicht
00:20:03: dann.
00:20:04: Ja, und das wiederholt sich halt immer.
00:20:06: Das ist heutzutage genauso.
00:20:08: Und ich muss sagen, die meisten Menschen, die nach Deutschland kommen, wollen hier vorkommen, wollen eine vernünftige Arbeit nachgehen, vielleicht in einer Arbeit nachgehen, in der sie schon eine Qualifikation haben.
00:20:20: Klar.
00:20:21: Und da, dass man jetzt heutzutage die Beratung stellen und auch die Interaktionskusträger.
00:20:29: da in dieser Hinsicht so viel kürzt, kann man nicht nachvollziehen, weil, dass man heute spart, dass das spart ist, dann ... werden dann erhebliche Kosten in der Zukunft werden, wenn man diesen Menschen keine Unterstützung bietet.
00:20:43: Genau, und wo eigentlich auch Arbeitskräfte in vielen Bereichen gebraucht
00:20:47: werden.
00:20:47: Genau, das werden fahrkräfte gebraucht.
00:20:51: Wie unterstützen diese Menschen?
00:20:52: Manchmal kommen wir auch in unsere Grenzen, weil beispielsweise haben sie eine Wohnsitzauflage, da kann man da nicht so helfen, wie man helfen möchte.
00:21:02: Das ist für
00:21:02: mich noch mal zu wellen mit Geflüchteten.
00:21:04: Wenn man
00:21:05: dann Menschen dabei hat, die noch keinen richtigen Auf- und Halssittel
00:21:10: haben.
00:21:10: Mir Einschränkungen, dann kann man gar nicht so frei sein Job wehlen oder vielleicht doch teilweise nicht mal arbeiten.
00:21:16: Wenn man beispielsweise in Odenthal wohnt, weiß ich nicht, ob das vielleicht jemand der Menschen, die hier zuhören, kennen.
00:21:22: Das ist ein kleiner Ort zwischen Bergisch, Gladbach und Burscheid.
00:21:27: Und da fährt der Bus manchmal halt einmal in der Stunde.
00:21:31: und nicht zu diesen Uhrzeiten, die gebraucht werden, damit man rechtzeitig an einer Arbeitsstelle ankommt.
00:21:38: Schierig, und dann wird man dahin zugeteilt und hat dann gar nicht so die Wahl.
00:21:41: erst mal.
00:21:41: Genau, bis man dann eine vernünftige Arbeitsstelle findet.
00:21:44: Genau.
00:21:45: Wenn man die dann, aber den Arbeitgeber dann sagt, ja, ich muss aber erst mal warten, bis die Aushänderbehörde und die Wohnungsagentur zustimmen.
00:21:53: Ganz genau, weil eigentlich, einfach so kann man ja gar nicht arbeiten mit je nach Austenheitstätten, brauchen wir erst mal Zustimmung, ja.
00:21:59: Wie wir wissen, die Ausländerbehörde hat also stapelvoller Dinge, die zu bearbeiten sind.
00:22:06: Da fehlt
00:22:06: auch Personal, aber auch da fehlt Förderung bei den Ausländerbehörden.
00:22:11: Das ist klar.
00:22:12: Also überall stockt es eigentlich und das führt dazu, dass dann teilweise auch Menschen gar nicht in Arbeit kommen können, obwohl sie es eigentlich wollen oder nicht weiterkommen in der Sprache und das frustiert ja dann auch.
00:22:22: Aber dann kommt dieser politische Skurs von manchen Parteien, wo dann gesagt wird, diese Menschen wollen gar nicht arbeiten, obwohl es nicht stimmt.
00:22:28: Da bist du ja an der Quelle sozusagen, kriegst du es ja mit, diese ganze Prostration.
00:22:33: Es gibt
00:22:33: natürlich immer Menschen, die nicht arbeiten möchten, es gibt es...
00:22:36: Überall.
00:22:37: ...deutscher Herkunft, aber auch ausländischer Herkunft.
00:22:41: Immer so.
00:22:42: Aber die
00:22:43: meisten wollen das nicht.
00:22:46: Und du kriegst es ja dann eben mit, wie dann die Hürden dann doch sind und diese Herausforderungen, die man vielleicht ja sonst nicht so mitbekommt, weil man selber ja sonst nicht so dafür betroffen ist.
00:22:56: Aber du bist da so an der Quelle, kann man sagen.
00:22:58: Ja,
00:22:58: auf jeden Fall.
00:22:59: Man versteht, die Gesellschaft sieht besser, wenn man, glaub ich, in diesem Bereich arbeitet.
00:23:04: Genau, ja.
00:23:04: Und das ist wirklich so eine sehr, ja, sehr breite Gruppe von Menschen, die da kommen.
00:23:10: Aber das sind sehr viele verschiedene Menschen.
00:23:13: Ja,
00:23:13: verschiedene Menschen, verschiedene Altersgruppen, verschiedene Herkunft.
00:23:17: Mit Migrationserfahrung, ohne Migrationserfahrung.
00:23:20: Aber natürlich der größte Teil aufgrund der Herkunft unseres Verbands ist spanisch und spanisch sprachig.
00:23:28: Das kann man schon sagen, aber es kommen Menschen aus allen Ländern zu
00:23:31: uns.
00:23:32: Aber wenn du nicht in der Muntersprache sprichst, ihr habt auch andere Sprachmittel, aber auch andere Übersetzer oder
00:23:39: wie geht das?
00:23:39: Genau, beispielsweise habe ich nächste Woche einen Termin mit einem türkischen Herrn, der erst seit ein paar Monaten hier in Deutschland lebt und halt nur türkisch spricht und hat ein bisschen Deutsch, aber das reicht nicht, um sich zu verständigen.
00:23:51: und da setzen wir einen Sprachmittel ein.
00:23:55: Da unterstützt uns die jeweilige Stadt, die Kommune mit dem Kommunalen Interaktionszentrum, dass es eine Struktur, die es nur in NRW gibt.
00:24:04: Und die vermitteln uns Sprachmittler.
00:24:07: Die machen viele andere Sachen auch sehr gut.
00:24:10: Aber für uns ist jetzt dieser Sprachmittler wichtig und der kommt dann zu diesem Gespräch.
00:24:16: Super, das ist ja auch noch mal wichtig für Sprachen, die jetzt vielleicht nicht da am Muttersprachlich bei euch gesprochen werden.
00:24:20: Eine andere Methode, wenn es dann gar nicht anders geht, ist dann Google Übersetzer und das funktioniert teilweise auch... Ganz gut.
00:24:28: Immer
00:24:29: besser, zumindest.
00:24:30: Immer besser,
00:24:32: ja.
00:24:33: Das macht
00:24:33: ja kurios, was da rauskommt, wenn man die Sachen übersetzt.
00:24:35: Okay?
00:24:35: Nein, nicht so ganz,
00:24:38: aber ja.
00:24:39: Aber man versteht den Sinn immer.
00:24:40: Das ist der Punkt.
00:24:42: Okay, jetzt vielleicht noch einmal zu denen.
00:24:44: Das ist ja Beratungsangebote, die es ja auch in verschiedenen Städten nicht in Rämschein, sondern ja, noch in anderen Städten gibt.
00:24:50: In Rämschein habt ihr aber auch Angebote und ... Ja, genau.
00:24:54: Wir
00:24:54: hatten ja die Beratung aufgezählt, dann hatten wir die ... Veranstaltungen, Motivegatonschulungen und Seminare für Senioren, Frauen und Jugendliche.
00:25:03: Das
00:25:03: sind so.
00:25:04: Wochenenden?
00:25:05: Ja, meistens Wochenenden.
00:25:06: Und dann haben wir noch regelmäßige Veranstaltungen wie Flamenco-Unterricht.
00:25:11: Cool.
00:25:12: Kann auch jeder teilnehmen dann.
00:25:14: Ja, wir haben mittlerweile verschiedene Altersklassen dabei.
00:25:19: Wir haben Gitarrenkurs, wir haben Fußball,
00:25:22: da
00:25:22: kann ich das als Allerbot.
00:25:25: So haben wir uns kennengelernt.
00:25:27: So haben wir uns kennengelernt.
00:25:28: Ja, würde ich
00:25:30: sagen, so ist es ein bisschen Beratung und auch Fußball oder Gitarre.
00:25:34: Ich habe ihn dann motiviert.
00:25:39: Fußballverein und ich war, glaube ich, nur zwei oder drei Wochen in Deutschland allgemein.
00:25:45: Und da für mich war so sehr eine gute Gelegenheit, neue Leute zu kennenlernen, ein bisschen sozial und nicht so isoliert, weil manchmal machen die viele Leute, dass sie neu in der Stadt sind oder in ein neues Land ist.
00:26:00: Man isoliert sich und danach erweitert so ein bisschen wie in der Schwachschule oder sowas.
00:26:05: Für mich war sofort raus mit der Sprache und versucht ein bisschen Fußballspiele und Kontakt zu verknüpfen und so weiter.
00:26:14: Ja, bei vielen Klienten hat das wirklich gut funktioniert.
00:26:18: Also dann durch die Beratung dann irgendwie diesen diese Fußballmannschaft kennengelernt haben und sich da schnell integriert haben.
00:26:26: Also das ist halt nicht nur ein Beratungstermin, sondern es ist wirklich so eine Möglichkeit auch sozusagen reinzukommen.
00:26:33: Im Aussagen steht dann, was wir alles machen und die Leute interessieren sich dann auch direkt dafür und sagen, da möchte ich gerne hin.
00:26:38: Wir hatten auch in der Vergangenheit niederschwellige Deutschkurse, Spanischkurse haben wir immer noch, also bietet der Spanisch-Alternverein, also bieten wir beim Spanisch-Altern auch noch mal an.
00:26:50: Das heißt, wenn man da hinkommt, dann kann man auch ... Wo blüht
00:26:52: der Purser für Senioren?
00:26:53: Das ist auch eine
00:26:55: gute Idee, eigentlich.
00:26:56: Auf Spanisch dann?
00:26:58: Die sind auf Spanisch, ja.
00:26:59: Die sind auf Spanisch, aber der Tent spricht auch Deutsch.
00:27:02: Sie sind
00:27:03: eigentlich auch gut in die
00:27:04: Heilung.
00:27:04: Aber nicht ja aus.
00:27:05: Das ist auch wirklich eine gute Sache, wenn ich da so auch in meine Eltern oder so denke.
00:27:10: Ja, gerne.
00:27:11: Samstags von zehn bis zwölf.
00:27:14: Ah ja, super.
00:27:15: In the show notes.
00:27:17: Das machen wir auf jeden Fall.
00:27:18: Also wirklich ein sehr breites Angebot.
00:27:20: Und die Reisen sind dann immer einmal im Jahr, glaube ich, ne?
00:27:23: Einmal im Jahr.
00:27:23: Wir werden von über den LVR durch den Kinder- und Jugendförderplan NRW.
00:27:28: Ah,
00:27:29: okay, okay.
00:27:30: Und die Teilnehmer haben noch einen kleinen Eigenanteil, aber das sind fünfzig Euro, das ist nicht mehr.
00:27:33: Also für die Reisen, die ihr da organisiert, ist das wirklich wenig Geld, ne?
00:27:37: Ja, das ist super.
00:27:39: Ja.
00:27:39: Reisen mal mit dem Bus an, dann zwei Übernachtungen und Frühstück und so, also die Reiseführer.
00:27:45: Meistens so im Herbst, oder, kann man sagen?
00:27:47: Ja,
00:27:47: weil die Zusagen vom LVR, die ... Die kommen erst so gegen Ende Mai
00:27:54: an.
00:27:54: Ach so, deswegen,
00:27:56: okay.
00:27:56: Da muss man erst mal noch organisieren.
00:27:57: Ich kann ja nicht alles buchen.
00:27:59: Und dann kommt kein Geld.
00:28:01: Nein, ihr fördert das doch nicht.
00:28:03: Ach
00:28:03: so, okay, verstehe.
00:28:04: Und deswegen ist das dann wahrscheinlich meistens so, dass es dann im Herbst ist.
00:28:08: Genau.
00:28:08: Das ist ja eigentlich auch ganz praktisch, sind die so mal vielen vorbei und dann ist danach noch was Schönes oder was Spannendes.
00:28:15: Also schön weiß ich jetzt nicht.
00:28:16: Also doch auch schön, glaube ich, kann man fangen.
00:28:19: Ja, das Wetter spielt ja nicht immer mit.
00:28:21: Ja, dann haben wir noch Kulturelle Veranstaltungen oder Großveranstaltungen wie den Weltfrauen-Takt im Feind dieses Jahr und das Dreckkünigsfest.
00:28:29: Das ist so eine traditionelle Sache von der spanischen Küchengemeinde anfangs durchgeführt.
00:28:37: Mittlerweile machen wir das.
00:28:40: und seit ein paar Jahren und dies ja sogar im Stadt der Atachämschaltung.
00:28:44: Das war eine ganz große Sache.
00:28:46: Also manche Sachen werden auch immer größer, ne?
00:28:48: Das ist ja auch schön.
00:28:49: Manche entwickeln sich weiter, wobei bei anderen Sachen leider gekürzt wird und leider auch andere Vereine in anderen Städten dann, wie du sagst, auch jetzt nicht mehr
00:28:56: sich
00:28:56: so weitertieren.
00:28:57: Wir sind auch auf Sponsoren angewiesen bei so einer großen Veranstaltung.
00:29:01: Das ist auch nicht einfach, aber es werden halt immer mehr Teilnehmer.
00:29:07: Schön, also immer viel.
00:29:08: Der Fassbändersaal, wo wir das vorher gemacht haben, ist einfach zu klein geworden.
00:29:11: Wow.
00:29:11: Deswegen machen wir das dieses Jahr im Stadttheater.
00:29:13: Okay.
00:29:14: Ja,
00:29:15: engagierte Menschen auch, die dann da mitmachen.
00:29:17: Da freut sich unser Vorstand auf jeden Fall.
00:29:19: Die junge Leute brauchen mehr und auch die alte Leute sind immer engagiert für... Ich war auch da als Techniker.
00:29:27: Ja, also ich war es in verschiedenen
00:29:28: Funktionen dabei, ne?
00:29:29: Ja, das
00:29:30: wollte ich
00:29:31: nicht.
00:29:32: Erst mal Beratungsklären, dann war er bei unserer Fußballmannschaft.
00:29:37: Völlig auch fotografiert.
00:29:38: Er hat die Fußballmannschaft fotografiert.
00:29:41: Und dann war er als Techniker auch bei den Fahnschaltungen, bei den Mutig Picard-Schulungen dabei und er kann... Auf jeden Fall mir zustimmen, wenn ich sage, dass die Senioren immer sehr, sehr heiß auf dieser Feinschaltung sind.
00:29:52: Ja, wir sind ständig.
00:29:54: Es ist sehr gut, dass sie sich sehr motiviert sind.
00:29:57: Ja,
00:29:57: es ist traurig, wenn man dann sieht, dass viele dann... mit laufendes der jahre dann nicht mehr da sind, weil sie verstorben sind oder zu zu schwach geworden sind, um an einem wocheinander teilzunehmen.
00:30:11: Schade,
00:30:11: aber da kommen auch persönliche Windungen auf, wenn man dann über Jahre hinweg das dann macht.
00:30:16: Ja, ich bin ja schon in achtzehn jahre dabei, habe viele kommen sehen, wieder gehen sehen und jetzt neuer, die dann teilnehmen, die vorher vielleicht vor achtzehn jahren viel viel jünger waren, jetzt sind sie mittlerweile auch schon ... bei den Senioren, äh, Seminaren dabei.
00:30:28: Ja.
00:30:29: Über die Begleitung über das Leben hinweg, ... ... über die verschiedenen Lebensabschnitte im
00:30:33: Prinzip.
00:30:33: Ja.
00:30:34: Genau, und auch über die verschiedensten Themen, ... ... also von den jungen, ... ... fifteen-Jährigen, die dann irgendwie ... ... bei der Reise mitfahren, ... ... bis dann zum siebzig-Jährigen, ... ... wo man irgendwie guckt ... ... oder was mit Pflege oder so, ne?
00:30:47: Ja, das ist halt immer so ... ... beispielsweise jetzt auf der Fahrt, ... ... äh, haben ja ... ... zwei, drei Jugendliche kennengelernt, ... ... oder junge Erwachsene schon.
00:30:55: die wir dann direkt auf den Fußball von unserer Fußballmannschaft angesprochen haben.
00:31:00: Und die waren dann direkt Feuer und Flamme und sind jetzt auch mal dabei.
00:31:03: Ach,
00:31:03: ist ja witzig.
00:31:04: Also es ist auch altersmäßig total offen und breit.
00:31:07: Ja, deswegen ist es interessant, dass Leute in diesen Reisen gehen, weil dann man kennt andere Leute, andere Perspektive, andere Erfahrungen.
00:31:13: Das
00:31:14: ist ja bei uns auch so.
00:31:15: Wir haben unseren Vorsitzender, unser Vorsitzender ist von der ersten, eigentlich schon zweiten Generation, aber er kam halt sehr jung hierhin.
00:31:23: Und dann haben wir meine Generation auch dort vertreten.
00:31:27: Also wir haben da verschiedene Altersklassen, die dann auch diese spanischen Migration so ein bisschen repräsentieren.
00:31:33: Genau, das ist ja auch schön, weil dann die verschiedenen Themen da auch noch mal mit drin sind und dann auch andere
00:31:37: Perspektive.
00:31:38: Genau.
00:31:40: Also ein sehr breites und spannendes Angebot und ich kann auch sagen immer eigentlich sehr, sehr nette und ja, räundliche Aufnahme dort vor Ort.
00:31:50: Ja, auf jeden Fall.
00:31:51: Okay.
00:31:56: Wir haben immer noch eine Frage in diesem Podcast, das du schon zugehört hast.
00:32:02: Die Frage ist, was ist dein Lieblingsort hier im Wuppertal oder Umgebung?
00:32:06: Ja, im Wuppertal, auf jeden Fall das Soisenviertel, da war man als junger Mensch schon
00:32:12: oft.
00:32:13: Hast du deine Erinnerungen kurz zu
00:32:15: sagen?
00:32:15: Ja, es hat sich angeboten, weil im Wuppertal war mehr los.
00:32:20: Ich finde Rämschein
00:32:22: eigentlich immer die Münchner Brücke sehr schön.
00:32:25: Stimmt, ja.
00:32:26: Nicht nur, weil man dann Rämschein verlässt.
00:32:27: Auch
00:32:27: ziemlich bekannt, also so über regional, glaube ich.
00:32:31: Ja, ja.
00:32:33: Soll man ja jetzt auch mittlerweile, also nicht mittlerweile, sondern irgendwann... Besichtigen können auch zu Fuß, mit dieser Hengebrücke.
00:32:40: Ja, okay.
00:32:41: Ich wusste nur, dass
00:32:43: man da klettern.
00:32:44: Man kann das klettern.
00:32:45: Ja, aber jetzt soll diese Hengebrücke kommen.
00:32:47: Aber es ist noch ein Planung.
00:32:48: Okay, das ist so noch mal ein Tipp für die Zukunft, vielleicht, wenn er schwimmelfrei
00:32:55: ist.
00:32:55: Ganz schön hoch.
00:32:57: Ja, vieler Touristen anziehen, denk ich mal.
00:32:58: Ja,
00:32:59: stimmt, stimmt.
00:33:00: Ganz schön hoch abgehen, weil ich glaube, wir müssen das was zu tun
00:33:02: haben.
00:33:02: Rennstahl hat schon Potenzial und muss halt mehr aus der Stadt machen.
00:33:06: Okay, also Rämscheid kann man schon auch empfehlen, sozusagen.
00:33:10: Ich
00:33:10: hoffe, in
00:33:13: Zukunft immer mehr.
00:33:14: Ich muss
00:33:15: die noch mit der Bahn ein bisschen besser anwenden.
00:33:17: Das ist
00:33:17: das große Problem an Rämscheid und da setzen sich auch, glaube ich, alle Politiker in Rämscheid schon seit Jahren für ein.
00:33:24: Da gibt's leider noch keine Lösung.
00:33:26: Mag gucken.
00:33:27: Ich komm's ja noch.
00:33:28: Okay, ja, und dann eine andere Frage ist, die nach der Redewendung.
00:33:32: Wie sieht's damit bei dir aus?
00:33:34: Gibt's da eine Besondere, die dir gefällt?
00:33:37: Eine deutsche oder spanische?
00:33:39: Wie du willst.
00:33:40: Wir haben gerade so ein bisschen über Redewendung gesprochen.
00:33:42: Mir fällt jetzt keine ein, weil ich hab die anderen Postgas so ein bisschen mitverfolgt.
00:33:47: Und dann gehört das immer am Ende, so an dieser Part kommt.
00:33:54: Ich find's halt sehr kurios, dass die Kölschen-Redewendungen, ich wohne ja in Köln und da hab ich so ein bisschen diese Kölschen-Redewendungen, spiegeln ja so ein bisschen die Mentalität des Rheinländern wieder und diese Mentalität ist sehr vergleichbar mit der Spanischen.
00:34:13: Wenn man sagt, es hätte noch immer Jodje Yange, das ist so ein typisch, könnte auch jeder Spanier sagen.
00:34:20: Jetzt nicht die typische Rede, wenn man
00:34:22: in Spanisch ist.
00:34:22: Die ist doch ne Rutsche.
00:34:24: Oder es wird kürzt.
00:34:25: Es wird kürzt.
00:34:26: Das ist einfach spanische Mentalität.
00:34:27: Das
00:34:28: kommt, wie es kommt.
00:34:28: Südländische
00:34:29: Mentalität, oder?
00:34:30: Es war Spanien, Italien, das ist eigentlich so...
00:34:33: So ein bisschen macht ihr keinen Kopf.
00:34:35: Das wird schon gut.
00:34:36: Man weiß es nicht und so ne Prozente, aber man sagt es einfach.
00:34:40: Man möchte immer positiv denken.
00:34:41: Die Idee genau eher positiv nicht so viele Sorgen machen.
00:34:45: Es gibt schlechte Tage, aber die Sonne kommt dann irgendwann wieder.
00:34:50: Okay.
00:34:50: Auch
00:34:50: den Rämmenscheid.
00:34:52: Manchmal.
00:34:54: Nein, das stimmt.
00:34:55: Zum Beispiel scheint auch die Sonne.
00:34:57: Das stimmt.
00:34:58: Aber heute Morgen nicht so, ne?
00:34:59: Ja, ja, ja.
00:35:01: Gut, dass es ja auch schon Oktober ist.
00:35:03: Wir sind echt, muss sagen, mit den Jahren ist das besser geworden.
00:35:06: Ja?
00:35:07: War früher noch schlimmer?
00:35:07: Ich glaube, es hat früher viel mehr geredet gefühlt.
00:35:10: Ich weiß nicht, ob ich das ... Mit den Rämmenscheid
00:35:11: halt, ne?
00:35:11: Vielleicht
00:35:11: ist der Klimawandel.
00:35:12: Es hat viel mehr geredet und viel mehr geschneit.
00:35:15: Ja, okay.
00:35:16: Ja, aber obwohl auch Rämmenscheid so nah ist, Da liegen, war es auch so, dass ich in Wuppertal war.
00:35:20: Es hat geregnet und Räumtscherz wird schneit.
00:35:22: Also, seit deinem
00:35:23: Schlüssel.
00:35:24: Das liegt ja ein bisschen höher.
00:35:25: Aber mittlerweile schneit es kaum noch in Räumtscherz.
00:35:27: Das sage ich auch zu den Neuzugwanderern, die jetzt kommen.
00:35:31: Ihr habt sehr viel Glück gehabt.
00:35:33: Vor zwanzig Jahren sah es noch anders aus.
00:35:34: Vielleicht sind sie auch enttäuscht, weil sie sagen, ich wollte doch endlich mal den Schnee sehen jetzt hier.
00:35:39: Ja, das Schnee ist sehr schön, wenn man nicht arbeiten muss.
00:35:41: Stimmt.
00:35:41: Ja, wenn man dann im Stadttag oder so da
00:35:44: Stütten
00:35:44: fahren kann.
00:35:45: Ja, das Verkehrshaus war damals enorm.
00:35:47: Ja?
00:35:48: Ja.
00:35:48: Während mich an das Jahr ... ... das war ... ... das ist ein erster Winter.
00:35:52: ... über dreißig ... ... mehr oder mehr oder mehr?
00:35:54: Mehr, eineinhalb Meter.
00:35:55: Wow.
00:35:56: Krass.
00:35:57: Okay, gut, das waren noch andere Zeiten.
00:35:59: Da lag der Schnee dann wie drei, vier Monate lang und man konnte ihn irgens parken, das war ganz schlimm.
00:36:04: Okay, also in Rämschaden merkt man den Klimawandel auf jeden Fall.
00:36:07: Ja,
00:36:07: ich denke schon.
00:36:08: Auf jeden Fall.
00:36:12: Gut.
00:36:13: Jetzt kommen wir aber auch wirklich zum Ende.
00:36:15: Dafür könnten wir viele Themen auch noch viel weiter sprechen und ...
00:36:19: Ja, der nächste Podcast zwischen
00:36:20: ... Genau.
00:36:20: Über unsere Beziehung.
00:36:22: Ja,
00:36:23: sowieso.
00:36:23: Vielleicht, wenn die nächste Reise klar ist, vielleicht kann man die ja dann auch noch mal hier irgendwie ein bisschen genau ankündigen oder vielleicht willst du dann auch noch was erzählen nächstes Jahr.
00:36:31: Kann man ja mal gucken.
00:36:33: Vielleicht sehen wir uns ja dann hier noch mal wieder.
00:36:34: Immer
00:36:35: willkommen.
00:36:35: Immer willkommen.
00:36:37: Genau, erst mal danke dir für heute.
00:36:39: Danke, dass du heute hier warst, dass du dir Zeit genommen hast.
00:36:42: Ich weiß, du bist echt mit so vielen Sachen sehr beschäftigt.
00:36:46: Ja,
00:36:46: ja.
00:36:46: Ja, danke an euch, auf jeden Fall.
00:36:48: Ich wollte schon früher kommen, aber es hat geklappt und jetzt
00:36:52: bin ich hier.
00:36:52: Es hat geklappt.
00:36:53: Vielen
00:36:54: Dank.
00:36:55: Und ja, Leute, nicht vergessen, folgt uns oder unterstützt uns auch in verschiedenen Kanälen, was wir dabei sind.
00:37:04: Also Spotify, Prodigy, auch in der Social Media, so wie in Instagram.
00:37:11: Genau.
00:37:12: Und vielleicht YouTube.
00:37:14: YouTube auch, ja.
00:37:17: Ja,
00:37:17: und ja, weiß nicht, was ich gar nicht mehr sagen kann.
00:37:21: Ich glaub, es war heute ja auch schön, weil dich dabei zu haben.
00:37:24: Aber demnächst schicken wir noch mal viele Grüße raus an Jego.
00:37:28: Nächstes Mal, wenn der glaub ich, der
00:37:30: hat sich auch auf Jego gefreut.
00:37:33: Aber Kleber ist auch nicht schlecht.
00:37:35: Ach, danke.
00:37:36: Er wäre sowieso auch dabei gewesen.
00:37:40: Genau, aber so freuen wir uns auch auf das nächste Mal, wo wir alle wieder zusammen sitzen.
00:37:46: Genau, dann hören wir uns wieder so.
00:37:49: Tschüss Leute.
00:37:49: Macht's
00:37:50: gut.
00:38:03: Ciao.
Neuer Kommentar